Wo Fuchs und Schaf sich Gute Nacht sagen

Stammessommerlager 2013 in Thale

Am 20.7. stiegen erwartungsfroh etwa 40 kleine und große Pfadfinder aus unserer Gemeinde am Hauptbahnhof in die Regionalbahn, um sich großen und kleinen Abenteuern entgegenzustellen.
Nach gar nicht allzu langer Zugfahrt kamen wir am Bahnhof von Thale an, aber anstatt sich gleich an den Zeltaufbau zu machen, musste erst noch ein Stündchen Fußmarsch zurückgelegt werden. Immerhin konnten wir so direkt unsere Heimat für die nächsten zwei Wochen kennen lernen – und wir stellten fest: es ist bergig. Gut, man könnte so etwas ja erwarten, wenn man eine Reise in den Harz bucht, aber leider hörte das Bergige nicht auf, als wir den Zeltplatz erreichten. Es gab zwar ausgezeichnete Sanitäranlagen, sogar bisweilen mit warmem Duschwasser – nur leider waren sie einige Höhenmeter von unserem Zeltplatz entfernt. Die Abenteuerlustigerenunter uns, seilten sich also für jeden Toilettengang ab, die Leiter nahmen den langen Weg außen herum.

Wenigstens war man unterwegs nicht allein, denn ein Rudel Schafe und Ziegen war direkt am Weg beherbergt (hin und wieder trafen wir sie auch auf unserem Weg oder auf unserem Zeltplatz an, das bisschen Stromzaun hielt nur unsere Kinder davon ab, ins Schafsgehege zu klettern).
Schon in der ersten Nacht lernten wir auch einige weitere Bewohner des Platzes kennen, einen nimmermüden Hahn mitsamt seinen drei Frauen, eine kleine Katze und einen Fuchs, zudem einen Haufen Kellerasseln, Ameisen in allen Größen, bunte Schmetterlinge – und zum Glück keine einzige Wespe.

Die erste Woche litten wir tagsüber unter großer Hitze und genossen abends das Lagerfeuer, erforschten Thale zu Fuß und per Seilbahn, den Tierpark und natürlich unseren Platz. Nach einigen Tagen machten sich unsere Gruppen dann auch schon auf den Hajk, d.h. sie zogen mit ein-zwei Zeltplanen, Schlafsack, Unterhose, Regenjacke und Brot, Wurst und Gurke bewaffnet für drei Tage vom Platz, um die Gegend zu erkunden, die Gastfreundschaft der Harzer auf die Probe zu stellen und die nun einsetzenden Regenschauer beim Wandern zu genießen.
Als alle Kinder zurück waren, gab es natürlich ein großes Wiedersehensfest, bei dem jede Gruppe etwas von ihren Erlebnissen präsentierte.
So konnten wir in die zweite, etwas kühlere Woche starten. Das spornte uns natürlich gleich zu weiteren Aktivitäten an: wir ließen uns von Nachtwächtern durch Quedlinburg führen, kühlten uns in Blankenburg im Bio-Freibad ab, wohin zumindest ein Teil des Stammes über die wunderschöne Teufelsmauer gewandert ist, machten Workshops, Geländespiele und Nachtwanderungen – und sangen uns abends am Feuer die Kehle aus dem Leib.


Viel zu schnell war dann auch die zweite Woche rum, und am 3.8. packten wir unsere Sachen wieder zusammen und fuhren nach Hause.

 

 

 


© 2012 Stamm St. Paulus |Impressum und Disclaimer| Kontakt